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Infrastrukturfonds
Eines der Megathemen des neuen Jahrtausends heißt Infrastruktur. Unter Infrastruktur versteht man die Gesamtheit langlebiger Einrichtungen und Versorgungswege, die innerhalb einer bestimmten Region von den Privathaushalten und Unternehmen genutzt werden können. Dazu zählen also zum Beispiel Brücken, Flughäfen, Häfen, Straßen, Stromnetze, Telekommunikationsnetze und Tunnel. Die Bereiche der Infrastruktur kann man dabei wie folgt unterteilen:
| Ökonomische Infrastruktur | Soziale Infrastruktur | ||
| Telekommunikation | Transport | Versorgung | |
| Datennetze | Brücken | Abwasser | Bildung |
| Telekommunikationsnetze | Flughäfen | Gas | Gesundheit |
| Satelliten | Häfen | Öl | Kultur |
| Sendemasten | Mautstraßen | Strom | Sicherheit |
| Schienennetze | Wasser | ||
| Tunnel | |||
Dabei handelt es sich also um Bauten, die teilweise bereits seit tausenden von Jahren gebaut und genutzt werden und die zur Erschließung bestimmter Regionen sowie dem Warenhandel schon damals unabdingbar waren.
Angesichts des stetig steigenden Bedarfs an Geld für den Neu- und Ausbau, die Instandhaltung sowie Modernisierung von Infrastruktureinrichtungen und in Anbetracht der Tatsache, dass die Gelder der öffentlichen Hand nicht nur in Deutschland immer knapper werden und mit dem Investitionsvolumen kaum noch Schritt halten können, werden immer mehr Infrastrukturprojekte privatisiert.
Anleger können sich neben Zertifikaten und börsennotierten Publikumsgesellschaften auch über geschlossene Fonds in Form von Infrastrukturfonds an solchen Projekten beteiligen.
Die Definition für einen geschlossenen Infrastrukturfonds könnte also wie folgt lauten: „Geschlossene Infrastrukturfonds investieren in Bauten und Firmen, die sich mit der Versorgung von Unternehmen und Privatpersonen in ökonomischer und sozialer Hinsicht befassen.“.
Dabei sprechen gleich mehrere Punkte für einen solchen Infrastrukturfonds:
- Geschützte Marktstellung mit hohen Markteintrittsbarrieren
Es besteht eine geschützte Marktstellung mit hohen Markteintrittsbarrieren für konkurrierende Unternehmen. Diese geschützte Marktstellung zeichnet sich zum einen durch ein meist hohes Investitionsvolumen und zum anderen dadurch aus, dass es unrentabel wäre, an gleicher bzw. ähnlicher Stelle ein paralleles Vorhaben umzusetzen. So macht es beispielsweise keinen Sinn, neben einer Brücke eine zweite zu bauen oder ein zweites Stromnetz parallel hochzuziehen. - Langfristige und konstante Nutzung
Infrastruktureinrichtungen unterliegen einer langfristigen und konstanten Nutzung, was sie unabhängig von konjunkturellen Einflüssen und Veränderungen macht. Ein Tunnel muss auch während einer Rezession durchfahren werden, um schnellstmöglich von A nach B zu gelangen, bei Brücken ist es genauso. Aber auch ein Strom- oder Wasserleitungsnetz wird in guten wie in schlechten Wirtschaftszeiten genutzt. - Langfristige Unabhängigkeit von technologischen Entwicklungen
Infrastrukturprojekte unterliegen langen technologischen Zyklen, bis entweder der technische Fortschritt oder die Entwicklung alternativer Methoden sie überflüssig machen. So werden Brücken und Tunnel bereits seit Jahrtausenden als Transportwege genutzt und Strom kann bis heute nur über Leitungen durchs ganze Land transportiert werden. Ebenso können Schiffe nur an einem Hafen be- und entladen werden, was für Flugzeuge und Flughäfen ebenso gilt. - Monopolstellung und staatlich regulierte Preise
Oftmals haben Infrastrukturprojekte eine Monopolstellung, was die staatliche Regulierung der Preise für ihre Benutzung erforderlich macht. Auf diesem Wege wird es den betreibenden Unternehmen aber auch erlaubt, steigende Kosten oder Inflationseinflüsse ohne weiteres auf den Preis umzulegen.
Das interessante an Infrastrukturfonds ist, dass hier in einen Markt mit langfristig steigender Nachfrage investiert wird. So hat die OECD in ihrer Studie „Infrastructure to 2030“ den weltweiten Bedarf an Investitionen im Infrastrukturbereich ermittelt. Dabei kommt sie auf folgende Zahlen:
- Elektrizitätsnetze: 127 Milliarden US-Dollar pro Jahr
- Schienennetze: 49 Milliarden US-Dollar pro Jahr
- Straßen: 220 Milliarden US-Dollar pro Jahr
- Telekommunikation: 650 Milliarden US-Dollar pro Jahr
- Wasseraufbereitung und -versorgung: 600 Milliarden US-Dollar pro Jahr
Eine Übersicht von aktuell in der Zeichnungsphase befindlichen Infrastrukturfonds sowie detaillierte Informationen zu den einzelnen Investments finden interessierte Anleger auf den Seiten von Fondsvermittlung24.de:
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