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LEBENSVERSICHERUNGSFONDS

Lebensversicherungsfonds

Erst 2001 entstanden, zählen Lebensversicherungsfonds zur jüngsten Branche geschlossener Beteiligungen. Ihr Geschäftsfeld liegt im Erwerb bereits vorhandener Lebensversicherungspolicen (Kapital- und Risikolebensversicherungen), die von den Versicherungsnehmern nicht mehr benötigt oder nicht mehr bespart werden wollen.

Dabei machen sich die Fonds die Tatsache zu nutze, dass beim vorzeitigen Verkauf einer Lebensversicherung der Rückkaufswert der Police durch die Versicherung weit unter dem eigentlichen Marktwert bzw. der zum Ende der Laufzeit garantierten Auszahlung liegt. Das Fondsmanagement bietet verkaufswilligen Versicherungsnehmern daher einfach etwas mehr Geld, als diese bei der Auflösung ihrer Police oder dem Verkauf an die Versicherungsgesellschaft erhalten würden. Die Gründe für einen Verkauf können dabei höchst unterschiedlich sein: finanzielle Engpässe, die Police diente als Sicherheit für einen jetzt abbezahlten Baukredit oder anderes.

Die andere Art in Lebensversicherungen zu investieren: Lebensversicherungsfonds, nur für erfahrene Anleger aber dafür zum guten Preis: Lebensversicherungsfonds bei Fondsvermittlung24.de.

Für den Anleger ist es bei Lebensversicherungsfonds besonders wichtig, auf die Qualität des Fondsmanagements zu achten, da diese Fonds immer als so genannte Blind Pools konstruiert sind, also bei Auflage eines neuen geschlossenen Fonds noch keine Informationen darüber vorhanden sind, welche Policen genau gekauft werden.

Nach der Art der Policen, in welche investiert wird, unterscheidet man drei Hauptkategorien von Lebensversicherungsfonds:

  • Lebensversicherungsfonds mit amerikanischen Risikopolicen
  • Lebensversicherungsfonds mit deutschen Kapitalpolicen
  • Lebensversicherungsfonds mit britischen Kapitalpolicen

Der Hauptunterschied zwischen diesen drei Kategorien besteht vornehmlich in der Konstruktion der Policen in den jeweiligen Ländern sowie der steuerlich bedingten Vorgehensweise der Fonds beim An- und Verkauf der jeweiligen Policen.

Hinsichtlich der Konstruktion der Versicherungspolicen finden sich die Hauptunterschiede in der Laufzeit und der Ablaufleistung. Welche Besonderheiten dabei zu beachten sind, zeigt Ihnen die nachfolgende Übersicht:

Lebensversicherungsfonds mit Ablaufleistung Zeitpunkt der Auszahlung
US-Risikopolicen bekannt unbekannt
britischen Kapitallebensversicherungen unbekannt bekannt
deutschen Kapitallebensversicherungen unbekannt bekannt

Lebensversicherungsfonds mit US-Risikopolicen

Bei den US-Risikopolicen handelt es sich um ähnliche Verträge, wie bei den deutschen Risikolebensversicherungen. Je länger der Versicherungsnehmer nach dem Verkauf seiner Police an den Lebensversicherungsfonds noch lebt, umso niedriger wird die erzielbare Rendite, da immer mehr Prämien an die Versicherungsgesellschaft fließen. Ganz besonders in diesem Bereich kommt also der exakten Einschätzung der Lebenserwartung des bisherigen Versicherungsnehmers durch ärztliche Gutachten eine ganz besondere Bedeutung zu.
Wichtig für den Anleger ist bei US-Lebensversicherungsfonds die Wahl der richtigen Fondskonstruktion aus steuerlicher Sicht. Der deutsche Fiskus sieht diese Fonds nämlich als gewerbliche Fonds an, woraus Einkünfte aus Gewerbebetrieb mit einer entsprechend hohen Steuerlast entstehen würden.
Um dieses Streitthema zu umgehen, gibt es Fonds, die Betriebsstätten in den USA unterhalten, und ihre Policen über diese Betriebsstätten an- und verkaufen. Durch das mit den USA bestehende Doppelbesteuerungsabkommen sowie die höheren Freibeträge in Verbindung mit den in den USA geltenden niedrigeren Steuersätzen fällt die dort zu entrichtende Steuerlast dann um einiges geringer aus, als in Deutschland.
Anleger sollten also unbedingt auf diese Konstruktion achten, wenn sie sich für einen US-Lebensversicherungsfonds entscheiden.

Lebensversicherungsfonds mit deutschen und britischen Kapitallebensversicherungen

Diese Fonds unterscheiden sich von der eben beschriebenen Variante durch die Policen, in welche investiert wird. Bei deutschen und britischen Kapitallebensversicherungen steht im Unterschied zu US-Risikopolicen das Ablauf- und damit das Auszahlungsdatum bereits bei Vertragsabschluss fest, da diese Verträge immer eine feste Laufzeit haben.
Dagegen ist bis zum Ende der Laufzeit unklar, wie hoch genau die Überschussbeteiligung ausfallen wird, auf welcher die Renditekalkulation solcher Fonds letzten Endes beruht.
Hier hatten britische Lebensversicherungspolicen in den letzten Jahren eindeutig die Nase vorn, da sie ihre Versicherungsnehmer mit weit höheren Überschussbeteiligungen bedachten, als ihre deutschen Ableger. Das liegt nicht zuletzt an den Restriktionen, denen deutsche Lebensversicherer gesetzlich unterworfen sind.
Steuerlich gelten deutsche Lebensversicherungsfonds immer als gewerbliche Fonds, während diese Einstufung bei britischen Lebensversicherungsfonds wieder von deren Konstruktion abhängig ist. Unterhält ein solcher Fonds eine Betriebsstätte in England, so kann er die gewerbliche Einstufung umgehen, muss dafür aber nach englischem Recht einen stetigen Handel mit den gekauften Policen betreiben. Er hält diese also nicht – wie etwa ein deutscher oder US-Lebensversicherungsfonds – bis zum Ende der Laufzeit, sondern kauft und verkauft ständig neue Policen.



Grundsätzlich können besonders deutsche Lebensversicherungsfonds als sehr solide und sicher angesehen werden, was nicht zuletzt auf der (zwar niedrigen aber immerhin vorhandenen) Garantieverzinsung deutscher Kapitallebensversicherungen sowie dem Vorhandensein eines Sicherungsfonds beruht. Britische und US-Lebensversicherungsfonds hingegen können höhere Renditen erzielen, dies geht aber auch mit einem höheren Risiko einher.

Dieses Formular wird Ihnen bereitgestellt von Finads.de.


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