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PROZESSKOSTENFONDS

Prozesskostenfonds

Gerichtliche Auseinandersetzungen sind meist teure Angelegenheiten, denn unabhängig vom Ausgang eines Prozesses muss der Kläger meist erstmal in Vorleistung gehen. Darüber hinaus darf sich der Kläger immer vor Augen halten, dass er, wenn er den Prozess verliert, sämtliche Kosten für den eigenen Anwalt, den Anwalt der Gegenseite sowie fürs Gericht übernehmen muss.

Dieses Kostenrisiko können viele weder abschätzen, noch eingehen. Und genau hier kommen die so genannten Prozesskostenfonds ins Spiel. Sie prüfen den Fall und wenn sie ihn aussichtsreich finden, übernehmen sie die bei einer Niederlage entstehenden Kosten.

Da ein Prozesskostenfonds wirtschaftlich denkt und Gewinn erzielen will, werden also nur die Prozesse übernommen, bei denen nach eingehender Prüfung ausreichend hohe Gewinnchancen bestehen.



Im Gegenzug für die Übernahme des Prozess- und Kostenrisikos verpflichtet sich der Kunde dazu, im Erfolgsfall einen Teil seines Gewinns an den Fonds abzugeben sowie die Kosten zu übernehmen, die von der Gegenseite nicht bezahlt werden.

Neben den Gewinnaussichten prüfen Prozesskostenfonds vor der Übernahme eines Falles auch die Höhe des möglichen Gewinnes. Beträgt dieser zum Beispiel weniger als 50.000 Euro, wird die Auswahl eines Prozesskostenfonds schon schwierig, da es nur wenigen Anbietern möglich ist, bei einem solchen Streitwert noch wirtschaftlich zu arbeiten. Immerhin verlangt jeder Fall eine eingehende Prüfung und verursacht damit Kosten, die in einem gesunden Verhältnis zum in Aussicht gestellten Gewinn stehen sollten.

Wer sich als Anleger an einem solchen Prozesskostenfonds beteiligt, sollte sich neben den Gewinnaussichten auch über die Risiken des Geschäftsmodells im Klaren sein. Vertut sich der Fonds bei der Auswahl der übernommenen Fälle zu oft, kann er schnell in Schieflage geraten, was für den Anleger in der Regel mit Verlusten verbunden ist.



Bei der Auswahl eines Prozesskostenfonds sollte der Anleger also vor allem darauf achten, dass der gewählte Fonds entweder bereits Gewinne erwirtschaftet oder kurz vor der Gewinnschwelle steht. Wichtig ist darüber hinaus, dass keine allzu hohen Anfangskosten fällig werden. Von Fonds, die 10 und mehr Prozent der Beteiligungssumme als Einstiegskosten verlangen, sollte der Anleger die Finger lassen, ebenso wie von Kandidaten, die zu hohe laufende Kosten aufweisen, denn beides schmälert die erzielbare Rendite einer solchen Kapitalanlage beträchtlich. Jedes Prozent der Beteiligungssumme, welches für Gebühren und laufende Kosten verbraucht wird, steht nicht für die Beteiligung zur Verfügung und kann keine Gewinne erwirtschaften.

Steuerersparnisse kann man bei dieser Form geschlossener Beteiligungen auch nicht erwarten, denn laut Verfügung der Oberfinanzdirektion Münster, welche bundesweit abgestimmt wurde, dürfen die hohen Anfangsverluste aus einem solchen Prozesskostenfonds nicht steuerlich geltend gemacht werden, sondern müssen über mehrere Jahre hinweg abgeschrieben werden.

Aufgrund der schwer kalkulierbaren Risiken, die das Geschäftsmodell eines Prozesskostenfonds mit sich bringt, sollte eine Beteiligung daran nur einen geringen Prozentsatz des Depotvolumens ausmachen und mehr der Abrundung des Portfolios, denn als primäre Kapitalanlage dienen.

Eine Übersicht aktueller geschlossener Beteiligungen unter denen sich auch Prozesskostenfonds befinden, die Sie mit bis hohem Rabatt auf den sonst üblichen Ausgabeaufschlag erwerben können, finden Sie hier:


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