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Rückvergütungen und Kickbacks

Rückvergütungen und Kickbacks bei geschlossenen Fonds

Entscheidet sich ein Anleger zu einer Investition in einen geschlossenen Fonds, läuft die Investition in den meisten Fällen über einen Mittelsmann. Dies kann ein Bankberater sein oder auch ein freier Vermittler.

Für den Aufwand der Vermittlung erhält der Berater oder Vermittler Provision vom Emittenten, soweit kein Geheimnis – das Agio umfasst normalerweise 5 Prozent der Anlagesumme.

Unklar und durchaus geheimnisvoll ist jedoch die Verschachtelung versteckter Provisionen. Dem Anleger ist es nicht möglich, zu durchschauen, welche Provisionen in welcher Höhe unter Beträgen wie der „Eigenkapitalsbeschaffung“ verbucht werden. Rechnet man diese Summen mit ein, ergeben sich in einzelnen Fällen Summen in Höhe von 14 bis 15 Prozent. Und all dies geht letztlich vom Vermögen des Anlegers ab.

Doch die Fälle, in denen sich Anleger dagegen zur Wehr setzen, häufen sich, und vielen Urteilen der jüngsten Vergangenheit bekamen die Anleger Recht zugesprochen. Bankberater haben nach dem BGH-Beschluss vom 29. Juni 2010 ihre Aufklärungspflicht über die so genannten Rückvergütungen schon seit 1990 verletzt.

Vermittler sind bei Provisionen über 15 Prozent dazu bereits seit einem Urteil aus dem Jahr 2000 verpflichtet, alle Provisionen offen zu legen, die in Zusammenhang mit der Anlagenvermittlung und -verwaltung stehen.

Für Bankberater gelten strengere Regeln. Seit dem Urteil des BGH vom 19.12. 2006 müssen sie Innenprovisionen in jeder Höhe offenlegen. Bei Innenprovisionen handelt es sich um Vertriebsvergütungen, die in die vom Anleger gezahlte Summe eingerechnet werden.

Ist für Anleger ersichtlich, welche Provisionen der Vermittler oder Berater in welcher Höhe erhalten hat, kann der Anleger auch erkennen, ob der Vermittler die Interessen des Anlegers oder vielmehr nur seine eigenen vertritt.

Für Anleger ist es ein Schritt in die richtige Richtung, dass sie auch nach etlichen Jahren auf eine Rückabwicklung klagen können und damit auch gute Chancen haben. Immer mehr Gerichte entscheiden zu Gunsten der geprellten Anleger, mit der Begründung, dass die Anleger zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses keinen Einblick haben konnten, wie viel ihres Vermögens für versteckte Provisionszahlungen verloren gehen wird.

Wer sich bei seiner eigenen Investition in einen geschlossenen Fonds nicht sicher ist, kann sich diese Informationen schriftlich einfordern. Dazu finden Sie hier einen Musterbrief.


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