GESCHLOSSENE FONDS
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STEUERLICHE ASPEKTE

Steuerliche Aspekte

Geschlossene Fonds waren neben den guten Renditechancen lange Zeit sehr beliebt für die mit ihnen realisierbaren Steuerstundungsmodelle. In der Anfangsperiode wurden die geschlossenen Fonds von vornherein mit kalkuliert hohen Verlusten belegt, um den Investoren steuerliche Verlustzuweisungen zu ermöglichen, durch welche sie ihre Steuerlast teilweise extrem senken konnten.

Mit Wirkung vom 24.11.2005 hat die Bundesregierung allerdings den Gesetzentwurf zur Beschränkung der Verlustrechnung im Kontext mit Steuerstundungsmodellen beschlossen. Dieses Gesetz sieht vor, dass Verluste aus den so genannten Steuersparfonds nur noch mit späteren Erträgen aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden können.



Tangiert werden durch diese gesetzliche Bestimmung vor allem Verluste aus gewerblichen Steuerstundungsmodellen. Dazu gehören unter anderem Schiffsbeteiligungen (wenn sie noch Verluste vermitteln), Leasingfonds, Wertpapierhandelsfonds, Medienfonds und Video-Game-Fonds.

Nicht betroffen von der Regelung sind Private Equity und Venture Capital Fonds.

Durch die Einfügung des neuen §15b ins Einkommensteuergesetz, der an die Stelle des bisherigen Begriffes §2b EStG tritt, wird festgelegt, dass bei allen Steuersparfonds mit mehr als zehn Prozent Anfangsverlust in Relation zum Eigenkapital, die Verluste nur noch mit späteren positiven Einkünften aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden können.



Auch inländische Immobilienfonds sind von der neuen gesetzlichen Bestimmung betroffen, wobei dadurch aber kaum Nachteile entstehen. Dieser Sachverhalt resultiert aus verschiedenen Vorschriften der zurückliegenden Jahre, die dazu geführt haben, dass es beinahe keine Verlustzuweisungen in diesem Bereich gibt und das Hauptaugenmerk auf der positiven Rendite liegt.

Aus diesem Grund kommt es bei den inländischen Immobilienfonds nur zu einer äußerst geringen Verschiebung beim Verlustansatz in den ersten Jahren. Bei Investitionen in ausländische Immobilenfonds ändert sich durch die neue Regelung nichts, da die Besteuerung meistens im Lageland der Immobile stattfindet (Doppelbesteuerungsabkommen). Die deutschen Gesetze greifen dabei nicht.

So kann hierbei auch weiterhin von den meist günstigeren Auslandsregelungen profitiert werden, welche wir Ihnen nachfolgend für einige ausgewählte Länder vorstellen:

Land Freibetrag (2006) Steuerfreie Anlagesumme
5.035 Britische Pfund ca. 100.000 Euro
40 Euro ca. 4.000 Euro
2.000 Euro ca. 35.000 Euro
3.300 US $ ca. 45.000 US $

Auch Fondsprodukte, die auf interessante Renditen mit vergleichsweise moderaten Abgabelasten aufbauen, haben durch die neue Gesetzgebung an Attraktivität gewonnen. Bestes Beispiel für derartige Modelle sind die Schiffsfonds, die durch die rentable Tonnagesteuer gar keine Verluste aber auch Steuerbelastung bieten.

Bei den Private Equity Fonds wird in den Erfolg junger Unternehmen investiert. Diese Kategorie geschlossener bietet auch weiterhin die Möglichkeit Anfangsverluste zu verrechnen und spätere Verkaufsgewinne steuerfrei einzufahren.

Sie sehen, die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten geschlossener Beteiligungen sind zwar bei weitem nicht mehr so umfangreich wie noch vor ein paar Jahren, aber immer noch gegeben.

Eine Übersicht aktueller geschlossener Beteiligungen, die Sie mit bis hohem Rabatt auf den sonst üblichen Ausgabeaufschlag erwerben können, finden Sie hier:


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